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::.. Allgemeine Informationen

:: Fliegen ::

Das Fliegen mit dem Gleitschirm ist die wohl unkomplizierteste Art zu fliegen. Seit 1987 ist das Gleitschirmfliegen in Deut schland vom Bundesminister für Verkehr genehmigt. Gestartet wird an hindernisfreien Berghängen oder mit Hilfe einer Seilwinde in flachem Gelände.

Der Pilot nutzt Aufwindquellen, um Höhe zu gewinnen. Die gewonnene Höhe setzt er anschließend in geflogene Strecke um. Flugstrecken von weit über 100 km sind keine Seltenheit. Viele Piloten gehen allerdings nicht auf Streckenjagd, sondern genießen das lautlose Gleiten hoch über der Landschaft.

Die gesamte Flugausrüstung für das Gleitschirmfliegen passt in einen großen Rucksack. Sie wiegt knapp 20 kg. Heutige Gleitschirme sind elliptische Tragflächen von 20 bis 30 qm, deren Kammern im Flug durch Staudruckluft gefüllt und versteift werden. Während des Fluges sitzt der Pilot bequem in einem Sitzgurt. Er ist über die Tragegurte, die sich in viele dünne Leinen verzweigen, mit der eigentlichen Tragfläche, dem Gleitschirm verbunden.

Der Gleitschirm wird durch eine rechte und linke Steuerleine, die den Gleitschirm einseitig anbremsen, gesteuert. Ein moderner Gleitschirm kann bei einem Höhenverlust von 1000m ca. 8 Kilometer weit fliegen. Die normale Fluggeschwindigkeit beträgt ca. 36 bis 38 km/h.

:: Sicherheit ::

Großgeschrieben wird – wie bei jeder Luftsportart – die Flugsicherheit. Gerade weil Gleitschirmfliegen eine junge Sportart ist und liberal geregelt wird, stehen Selbstdisziplin und Beachtung der Sicherheitsvorschriften im Vordergrund. Kernstück der Sicherheit sind ein zugelassenes Fluggerät „mit Gütesiegel“, geeignete persönliche Ausrüstung und eine ordnungsgemäße Pilotenausbildung. Wegen eventueller Notfälle ist es vorgeschrieben, ein Rettungsgerät mitzuführen, das aus einem speziell zugelassenen Fallschirm besteht. Wenn dann noch die allgemeinen Sicherheitsgrundsätze wie Flugvorber eitung, Betriebsgrenzen, Ausweichregeln, Lufträume etc. beachtet werden, steht einem sicheren Flugbetrieb nichts im Weg. Gleitschirmfliegen ist keine Risikosportart. Tödliche Unfälle sind sehr selten. Jährlich werden rund eine Million unfallfreie Flüge unternommen.

:: Ausbildung ::

Wie bei den ander en Luftsportarten braucht ein Gleitschirmpilot in Deutschland einen staatlichen Luftfahrerschein, der vom Deutschen Hängegleiterverband erteilt wird (Mindestalter ist 16 Jahre mit Einwilligung der Eltern, Allgemeine Fitness ist erforderlich, ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis ist nicht vorgeschrieben). Die theoretische und praktische Ausbildung erfolgt in speziell zugelassenen Luftfahrerschulen.

Zur Ausbildung gehören die praktische Flugschulung und theoretischer Unterricht z. B. in Wetterkunde und Luftrecht. Nach der Ausbildung, legt der Flugschüler vor einer Prüfungskommission die theoretische und die praktische Prüfung ab. Er erhält den Luftfahrerschein und darf damit selbständig fliegen. Die Ausbildung in einer zugelassenen Luftfahrerschule beansprucht eine durchschnittliche Ausbildungszeit von ca. 2 bis 3 Wochen. Die Ausbildungskosten belaufen sich zwischen 1300-1600 Euro.

Zum Fliegen über eine größere Distanz (Streckenfliegen) ist ein zusätzlicher Flugschein nötig, der ebenfalls durch eine Prüfung erworben wird. Nach weiterer Ausbildung kann der Pilot durch eine Prüfung auch den Tandem-Flugschein erwerben, der es ihm erlaubt, mit dem Gleitschirm einen Passagier am Flugspaß teilhaben zu lassen.

:: Gelände:

Start und Landung erfolgen in Deutschland auf Fluggeländen, die heute überwiegend vom Deutschen Hängegleiterverband im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr zugelassen werden. Dabei werden auch Belange des Naturschutzes berücksichtigt . Der regionale Schwerpunkt für den Gleitschirmflugsport lag zunächst im Alpenraum. Mit Verbesserung der Flugleistung der Geräte haben sich weitere Schwerpunkte in den deutschen Mittelgebirgen entwickelt und seit dem Einsatz von Schleppwinden auch im Flachland.